Referate richtig präsentieren - Tipps und Tricks
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Referate richtig zu halten, ist so etwas wie die ´Königsdisziplin´ im Unterricht. Dabei kann man eine Menge falsch machen. Hier findet ihr ein paar Tipps, wie ihr die häufigsten Fehler vermeidet.
 


  

Fast perfekt:

Den Zuhörern zugewandt, frei und lebendig sprechend.
  
Das einzige Problem könnte sein, dass manche Zuhörer von der Seite die Folie nicht vollständig sehen können.


 
 

Kleinere Mängel:

Den Zuhörern zugewandt, aber in der Haltung weniger locker. Und: Was soll hier eigentlich projiziert werden?
 
Wenn sich zwei Bilder auf einer Folie befinden, ist es besser, das gerade nicht verwendete Bild abzudecken oder die Folie vorher mit der Schere zu teilen.


  
 

Ganz schlecht:

Der Referent kann seine eigenen Aufzeichnungen nicht richtig lesen und liest außerdem nur ab. Dadurch verliert er den Augenkontakt mit dem Publikum und erfährt nichts über dessen Reaktionen. So ein Vortrag wirkt langweilig.
Der Projektor hat nichts zu projizieren. Er sollte ausgeschaltet werden, da das Leerbild ablenkt und der Projektor Geräusche macht, die die Zuhörer stören.


 
 

Häufiger Fehler:

Ein kurzer prüfender Blick auf die Projektion kann nicht schaden, aber dann sollte man sich wieder der Klasse zuwenden. Auch hier fehlt sonst der Augenkontakt und dieser Redner wendet auf Dauer einem Drittel der Klasse den Rücken zu.


 
 

Nicht schlecht, aber:

Ein Problem könnte sein: Kann man das Bild von der letzten Zuhörerreihe auch gut erkennen? Das sollte man vorher testen und im Notfall das Bild vor dem Vortrag vergrößern.
 
Tipp: Wenn man Bilder aus dem Internet verwendet, kann man bei der 'Erweiterten Bildersuche' von Google auch nach Großbildern suchen.


  
 

Nicht optimal:

Wenn während des gesamten Vortrages die Referentin so dasteht, wirkt das komisch und es nervt auf Dauer.
  
Wenn jemand den ganzen Vortrag auswendig lernt und dann "frei" vorträgt, wandern die Augen beim Erinnern des Textes oft starr schräg auf den Fußboden oder an die Zimmerdecke. Das sieht dann ungefähr so aus wie hier. Nicht gut. Und einen ganzen Vortrag lang wirkt das ziemlich albern.


 
 

Vorbildlich:

Die wichtigsten Stichworte und Fakten sind in Kurzform auf Karteikarten zusammengefasst. Der Redner hat etwas, an dem er sich festhalten kann, spricht aber dennoch frei und hat sein Publikum im Auge. Der Vortrag wirkt lebendig.


 
 

Schon recht gut, aber:

Bei diesem englischen Vortrag sind einige wichtige Begriffe an die Tafel geschrieben und vor dem Vortrag (auf Englisch) erklärt worden.
 
Aber mit der Projektion hapert es. Das Bild ist teils auf der Projektionswand und teils auf der Tafel. Das sieht nicht nur schlecht aus, sondern ist auch schlecht lesbar. Einfache Lösung: Höher projizieren oder Tafel herunter ziehen.


  
 

Nicht optimal:

OK, der Mann scheint gut drauf zu sein, aber was soll der Tafelanschrieb von der letzten Stunde bei der Präsentation. So etwas lenkt nur ab. Wisch & weg!
   
Die Mütze lässt den Verdacht aufkommen, der Redner wolle so schnell wie möglich wieder aus der Klasse verschwinden. Also: absetzen!


 
 

Ganz schlecht:

Also, erstens ist hier die Folie schief aufgelegt. Das kommt nicht unbedingt gut. Und zweitens hält man Präsentationen besser im Stehen, damit man als Redner gesehen wird.


  
 

schwach:

Es mag ja bequem sein, die Hände in die Jeans zu stecken und hilft vielleicht auch bei Unsicherheit. Aber man schränkt dabei seine Gestik völlig ein. Die Präsentation kann dadurch kaum lebendig wirken. Diese Haltung überzeugt wohl kaum.


  
 

Vielleicht ganz cool, aber:

Natürlich kommt das manchmal recht lässig, wenn man so auf dem Tisch sitzt. Aber das gilt nicht für ein Referat. So kommt ihr nicht wirklich ernsthaft rüber und ihr vermittelt möglicherweise den Eindruck, euer Vortrag sei weniger wert als der Dreck unter euren Schuhen. Also Vorsicht!

Quelle: Dierk Andresen, Biberach · [http://weberberg.de/skool/presentation.html] · Bearbeitung J.Mathey